Die Choreographische Werkstatt dient der tänzerischen und choreographischen Förderung, eine Art „Nachwuchsschmiede“ junger tänzerischer und choreographischer Talente des Elementaren Tanzes. Hieraus entstand 1991 das Padilla Tanzensemble Köln unter der künstlerischen Leitung von Graziela Padilla, welches bisher an zahlreichen Gastveranstaltungen im In- und Ausland teilnahm. Sie organisiert Tanzbegegnungen und Wettbewerbe als Chance choreographischer Auseinandersetzung in der Tradition des Elementaren Tanzes. Sie dient der tänzerischen und choreographischen Förderung in Form von Führung, Betreuung und Beratung.
Aus der choreographischen Werkstatt entstand u.a. 1991 das Padilla Tanzensemble Köln unter der künstlerischen Leitung von Graziela Padilla, welches bisher an zahlreichen Gastveranstaltungen im In- und Aus-land teilnahm.
Die Choreografische Werkstatt, zusammengesetzt aus TänzernInnen und ChoreografenInnen, trifft sich wieder regelmäßig zur Entwicklung neuer Choreografien, Proben oder zu Konzeptgesprächen.
tanz – elementar `09
f o r m i n h a l t w i r k u n g
30.10. - 01.11.09 in Köln
Das Tanzfestival im Kölner Bürgerhaus
Stollwerk zu dem viele Vertreter und Freunde des Elementaren
Tanzes erwartet werden.
Das Festival vereint professionellen
KünstlernInnen aus dem Elementaren Tanz, u.a. die in NRW wirkenden und
mehrfach ausgezeichneten Choreografinnen Henrietta Horn, Suna Göncu, die Tanzgruppe von Nele Beensen und dem POGOensemble.
Beim obligatorischen Dancer´s Corner, der dieses Jahr
unter dem Motto „Elementarer Tanz über die Lebensspanne“ steht,
präsentieren sich zahlreiche Gruppen mit hochkarätigen TänzerInnen aus
ganz Deutschland, u.a. die frisch gekürten Sieger des „World Cup Jugend
tanzt“ der Tanzkompany Odenthal aus Hürth. Besonders bemerkenswert ist
die große Alterspanne - vom 3. bis zum 70. Lebensjahr - der aus dem
Laienbereich teilnehmenden KünstlerInnen.
Abgerundet wird dieses
Ereignis mit einer Gesprächsrunde, in der zahlreiche Experten anderer
Fachgebiete den Elementaren Tanz reflektieren und diskutieren, so etwa
Prof. Dr. Dr. Gerhard Mertens vom Lehrstuhl für Anthropologie und Ethik
und Prof. Dr. Michael Obermaier vom Lehrstuhl Frühe Kindheit der
Universität zu Köln sowie Jörg Ritzenhoff, Komponist für Tanzmusik.
Einen
besonderen Höhepunkt stellt der Tanzabend am 31.10.09 dar, in dem die
erfolgreiche Pädagogin, Choreografin, Tänzerin und Vertreterin des
Elementaren Tanzes - Graziela Padilla - anlässlich ihres 70.
Geburtstages mit zahlreichen Darbietungen geehrt wird.
Der Sonntag
steht unter dem Zeichen „Weiterbildung“ und findet im Sportpark
Müngersdorf statt. Die Workshops Können auch als
Fortbildung zertifiziert werden.
Zeitlicher Verlauf des Tanzfestivals
Freitag 30.10.09
18:30 Vernissage „Querschnitt“ von Graziela Padilla
19:30 Tanzabend I
Mit Henrietta Horn, rennArte (Nele Beensen), Suna Göncu und dem POGOensemble
Samstag 31.10.09
15:00 – 17:00 Dancer´s Corner
Unter dem Motto: "Elementarer Tanz über die Lebensspanne" zeigen 19 Gruppen aus unterschiedlichen Bereiche ihre einstudierten Choreographien.
18:00 – 19:00
Gesprächsrunde, in der zahlreiche Experten anderer Fachgebiete den Elementaren Tanz reflektieren und diskutieren.
20:00 Tanzabend II
anlässlich des 70 Geburtstags von Graziella Padilla
Sonntag 01.11.09
11:30 - 15:30 Workshops in den Gymnastikhallen des
Sportparks Müngersdorf
hyperventilation - eine Stück der Choreografischen Werkstatt

Thema/Inhalt:
Wir hyperventilieren weiter, im treibenden und hämmernden Takt des Marktes, wie Rechtlose auf der Flucht. Unermüdlich reproduziert der gigantische Konsumapparat seine schalen Bewusstseinsinhalte und der mächtige Gedanke einer grundlegenden Veränderung ist noch nicht gedacht. Indes gilt es als unvorstellbar und utopisch, der Mensch könne sich aus freiem Entschluss von der schier grenzenlos herrschenden Fortschrittslogik trennen.
Grenzen sind dazu da, überschritten zu werden. Freiheit wäre da, wo wir an dieser Grenze entschieden und zu Recht sagten: Es ist genug.
Choreografie: Krystyna Plachetka
Tanz: Sachie Tanaka, begann ihre Tanzausbildung an der Mukogawa Frauenhochschule in Japan und setzt diese derzeit an der Deutschen Sporthochschule Köln mit Schwerpunkt Elementarer Tanz fort. Daneben arbeitet sie in zahlreichen Projekten als Tänzerin und Choreografin.

Dramaturgie/Text: Dr. phil. Michael Obermaier, Humanökologe und Zeitdiagnostiker, lehrt seit 2001 Anthropologie und Sozialethik an der Universität zu Köln und ist an der Schnittstelle zwischen kritischer Theorie und angewandter Kunst aktiv.
Musik: „Hyperventilation“ von Apocalyptica, Requiem for a Dream, 112 von Clint Mansell, Aternal von Paul Okenfold